Die Millionenstadt Tiblissi verläßt man mit dem Auto nicht so einfach. Ein bisschen durch die Altstadt, einen Kreis gedreht, am Fluß entlang, vorbei an hohen Häusern. Langsam lichten sich die Häuserreihe. Ackerland wird sichtbar. Immer wieder irgendwelche Autowerkstätten, die eher Schrottplätzen gleichen. Hier wird repariert. Ein Blech gebogen, zurecht gehämmert, geschweißt, ein wenig Farbe und schon wird aus der Kiste raus geholt, was nur möglich ist. Schrieb ich schon, dass hier die Hälfte aller fernöstlichen Altautos fahren? Sie sind rechts gelenkt und preiswert zu haben. Beim Überholen in unübersichtlichen Kurven macht das seinen besonderen Reiz aus. Die schicke Beifahrerin kreischt dann immer so schön auf...
Wer den Westen Georgien bereist kommt an Kutaisi nicht vorbei. 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung schrieben die alten Griechen bereits über eine Stadt Kutai. In der Argonautensage ist nachzulesen, wie der Jason das goldene Vlies raubte. Das goldene Vlies war wohl ein Schaffell, welches zum auswaschen von Gold aus dem Flußsand genutzt wurde.
Davit der Erbauer, er vereinigte die georgischen Volksstämme nicht ganz gewaltfrei, machte aus Kutaisi eine Stadt von zentraler Bedeutung. Solche Herrscher schaffen immer berühmte Bauwerke. Wir konnten uns davon im Gelati-Kloster überzeugen. Es gehört zum Weltkulturerbe. Neben dem Kloster beherbergte es ab dem 12. Jh eine Akademie. Es wurde Philosophie, Mathe, Rhetorik, Dialektik usw. gelehrt.
Drei Kirchen, die Akademie und ein Glockenturm wurden auf dem Gelände errichtet. Die Hauptkirche ist die Einzige Georgien, in der Mosaike hinter dem Altar zu bewundern sind. zerstörte Teile sind durch Malerei ersetzt worden. unter dem südlichen Tor befindet sich das Grabmal von Davit dem Erbauer. Die Georgieer sollten nach seinem Tod über ihn laufen, weil er auch viel Tod und Leid über sie brachte (Zwangsvereinigung mit Gewalt). Zumindest ein Herrscher mit später Einsicht.
| Hotelzimmer |
| Neues Parlamentsgebäude |
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