Jedoch fing der Tag anders an als gedacht. David unser Reiseleiter, hatte es schwer im Rücken erwischt. Ein Besuch in der Poliklinik war unausweichlich. Sabine war von "Montezuma Rache" geplagt und hatte derartige Schmerzen, dass sie an den Tropf musste. Zwei Spritzen halfen ihr dann wieder auf die Beine und eine David auf den Fahrersitz.
Der Besuch des Dschwari Klosters mit Kirch war somit gesichert. Die Kirche gehört zum Weltkulturerbe.
Wie so viele Kirchen hat auch diese etwas mit der hlg. Nino zu tun. Sie brachte das Christentum nach Georgien und überzeugte König Mirians durch eine Heilung das Christentum zur Staatsreligion zu erheben. So ist es bis heute. Die Kirche bekommt jährlich ca. 25 Millionen Lari vom Staat zur eigenen Verfügung.
Zum späten Nachmittag erreichten wir Mzcheta. Unter Saakaschwilli wurde Mzcheta zum Weltkulturerbe erhoben. Die beeindruckenden Kirche und ein Teil der Altstadt wurden restauriert. Mzcheta ist die alte Hauptstadt Iberiens.
| Altes Taufbecken |
Die Sweti-Zchoweli-Kirche verdiente einen ausgiebigen Besuch. Sie zeigt uns ein altesnTaufbecken, den Nachbau von Jesus Grabkirche in Jerusalem und ein altes Fresco an der Altarwand. Jesus sitzt mit seinen zwölfm Aposteln wie so oft zusammen. Über ihnen schweben unterschiedliche Sternzeichen am Himmel. Das Bild soll ausdrücken, dass er Macht über Alles hatte.
| Alter Georgien beim Volkstanz |
Der nächste Tag:
Die Höhlenfestung Uplisziche ist aus einem Stück in den Sandstein gemeißelt.
Es ist beeindruckend was Menschen mit einfachen Werkzeugen schaffen. Kein Wunder, denn man Versprach den Sklaven das hinter dem Eisenteil der Hacke verborgene Gold und die Freiheit, wenn das Eisen abgearbeitet war. Bei der Beamtenlaufbahn wird dieses Prinzip heute immer noch angewendet.
Bei wohlwollenden 36 Grad wanderten wir durch die auf einem Hügel liegenden Stadtreste. Schon damals versorgten Wasserrinnen die Stadt mit dem notwendigen Naß. Wit transportieren es in Wasserflaschen mit uns. Eine Apotheke half den hier lebenden die Gesundheit zu sichern. Beeindruckend ist eine große in den Stein geschlagene Halle mit deftigen Säulen.
In den vornehmeren Wohnhöhlen hatte man Stuck aus den Gestein geschaut. Mit dem Stück hatten es unsere Vornehmen um die Jahrhundertwende auch.
| Blick über die Steppenlandschaft |
Auf der Weiterfahrt hielten wir an einer lauschigen Weinlaube. Sie gehörte zu einem Lokal. Neben dem landestypischen Gurken-und Tomatensalat gab es eine gebratene Forelle. Angeschlossen war acuh die Besichtigung des kleinen Weinkellers. David schöpfte Wein aus den Gährgefäßen. Er schmeckte ungewöhnlich.
Demnächst werden wir mehr über den georgischen Weinbau erfahren.
Gori, eine Stadt, die es in sich hat. Die Familie Dshugaschwilli brachte hier einen der größeren Diktatoren zur Welt. Er fand seine Grundbildung in einem Priesterseminar. Unter seiner Leitung sollte es dem Volk besser gehen als unter dem Adel. Jedenfalls hat man ihm zu Sowjetzeiten ein großes Museum gebaut, in dem er eher heute eher verehrt als kritisch dargestellt wird.
| Stalin Museum |
| Geburtshaus |
Ach, du große Güte - ausgerechnet Montezumas Rache für Sabine. Und euer armer Gruppenchef David hat dann auch noch Rücken.
AntwortenLöschenAber - wie ich las - funktionierte die medizinische Versorgung dann ja bestens.
Gute Besserung euch allen ... :-)
Die Fotos sind wieder toll. Und ich werde natürlich Jascha das Foto von Stalins Gebursthaus zeigen ...