Ein Viehmarkt will früh besucht sein. Frühstück im Schatten der Weinlaube, Abfahrt um 7 Uhr. Je näher wir dem Markt der Nutztiere kommen,um so dichter wird der Verkehr. Alles, was durch einen Motor angetrieben wird, ist unterwegs zum Schnäppchenhuhn. Unser Bus muss abschüssig geparkt werden, weil der Anlasser streikt.
Ein heftiges Treibe, Hupen und vorbeiwinkenn vor und auf dem Parkplatz sorgt für Hektik und Unruhe. Alte Karossen, völlig überladen mit heißem Motor suchen neben edlen BMW's und asiatischen Rechtslenkern einen Weg zum Markt und verstopfendie löchrige Straße. Es scheint, als habe sich halb Kachetien hier eingefunden.
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| Eisverkäufer |
Auf einer großen Wiese, durch deren Mitte ein Bach sprudelt, verteilen sich Händler mit ihrem Vieh. An den Beinen gefesselte Hühner ducken sich auf der erdigen Verkaufsfläche als wüssten sie, dass bald ihr letztes Gegacker erklingen wird. Kaukasische Kühe, kleiner als unsere Braunen oder Gefleckten und mit Hörnern, ihre Kälber und kleine Bullen stehen zum Verkauf in der höherstrebenden Sonne. Schafe, Ziegen,
Pferde und Karnickel boten ein dichtes Bild von Tieren, die wir sonst nur an den Straßenränder sahen.
Die Markgaststätte zeigte sich im Stolz
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| Frau Mälzerwili beim Chinkali kochen |
ihrer ungehobelten Bretter. Sie war gut besucht. Erfahrene Frauen kochten landestypische Gerichte. Chinkali, Chatschpuri, Lobio und geschälte Gurken konnte ich in der Feldküche erkennen. Das Haus war gut besucht. Es schien zu schmecken.
Nebenan wartete der Hufschmied auf Hufe, die beschlagen werden wollten.
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| Hufschmiede |
Pferdekarren rüttelten durch das schmale Flüsschen. Reitende Burschen jagten ihre Pferde voller Stolz über den Markt.
Ein Basar mit Früchten, Gemüse, Kleidung und einer Dorfapotheke
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| Marktapotheke |
leistete die umfängliche Versorgung. Van traf sich mit Karren, dass 19. mit dem 21.Jahrhundert. Wie einfach man leben kann, wenn man auf dem Pferd sitzend ins Handy sprechen kann.
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| Fleischfachverkäufer |
Spannende Fotos über den Markt - den hätte ich ebenfalls gern gesehen.
AntwortenLöschenDer Apothekenstand sieht ja bizarr aus.
Und ich weiß immer noch nicht, was Chinkali ist ... ;-)
Rüdiger bei den Hufschmieden. Mit neuen Hufen geht's gleich besser? Die Marktfotos und Beschreibungen erinnern mich an Jugoslawien 1971, nur, dass es da noch keine Handys gab. Eine spannende, aber auch anstrengende Verkaufsmethode. Bin gespannt, ob wir irgendwann von euch georgische Küche serviert bekommen. Wäre doch prima!
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